{"id":695,"date":"2016-11-19T13:46:00","date_gmt":"2016-11-19T12:46:00","guid":{"rendered":"https:\/\/foerderkreis-gw.de\/?p=695"},"modified":"2026-02-09T11:04:38","modified_gmt":"2026-02-09T10:04:38","slug":"vortraege-zu-aktuellen-technologieentwicklungen-und-ihren-einfluss-auf-das-taegliche-leben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/foerderkreis-gw.de\/?p=695","title":{"rendered":"Vortr\u00e4ge zu aktuellen Technologieentwicklungen und ihren Einfluss auf das t\u00e4gliche Leben"},"content":{"rendered":"\n<p>Die traditionelle Barbaratagung an der THM in Friedberg verdeutlichte auch in diesem Jahr die Bedeutung technologischer Entwicklungen und Fortschritte f\u00fcr die Industrie und die Einfl\u00fcsse auf das t\u00e4gliche Leben. Ehemalige Studierende der Physikalischen Technik und weitere Referenten berichteten aus unterschiedlichen Technologiebereichen und Branchen. Somit konnten die ca. 90 Tagungsteilnehmer \u00fcber neueste Entwicklungen, spezielle Themen zu High Tech Gebieten und \u00fcber die hervorragenden beruflichen Perspektiven der Absolventen der Physikalischen Technik informieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Da Sehhilfen wie Kontaktlinsen auf der einen Seite in sehr hohen St\u00fcckzahlen (ca. 2 Mio St\u00fcck pro Tag in einem Fertigungsbereich) als Massenprodukt (Ein-Tageslinsen) hergestellt und vertrieben werden, auf der anderen Seite aber als technologisches High End Produkt einer 100% Qualit\u00e4tskontrolle mit sehr hohen Anforderungen (Sehsch\u00e4rfe, Genauigkeit, Vertr\u00e4glichkeit, \u2026) in sehr kurzen Zeiten unterliegen, verdeutlichte Herr Daniel Kessler, der an der THM zun\u00e4chst den Diplomstudiengang Physikalische Technik und danach den gemeinsam mit der Hochschule Darmstadt betriebenen Masterstudiengang Optotechnik und Bildverarbeitung absolviert hatte. Herr Kessler ist verantwortlich in Entwicklung und Einsatz optischer Verfahren zur Qualit\u00e4tserfassung bei der Alcon Vision Care, Gro\u00dfwallstadt, einem der weltweit f\u00fchrenden Unternehmen zur Augenheilkunde, t\u00e4tig.<\/p>\n\n\n\n<p>Im weiteren berichtete Herr Christian Scherer, ebenfalls Absolvent der Physikalischen Technik, \u00fcber die M\u00f6glichkeiten hochgenauer Verfahren zur \u00dcberwachung der Dichtigkeit von Anlagen und Beh\u00e4ltern. In modernen Anlagen zur Verfahrenstechnik (Lebensmittel, Halbleiter, Chemie, Elektronik, \u2026) werden h\u00e4ufig Vakuumanlagen f\u00fcr spezielle Prozesse, wie Beschichtungen, Entkeimung, Chipherstellung, etc. betrieben. Hier wirken sich bereits kleinste Leckagen negativ auf die Prozesse und die Produktqualit\u00e4t aus. Das Finden solcher Leckagen, die nahezu durch das Eindringen weniger Gasteilchen gekennzeichnet sind, erfordert hochgenaue, technologisch weit entwickelte Messverfahren. Mit entsprechenden Entwicklungen befasst sich Herr Scherer bei der Firma inficon in K\u00f6ln.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein optisches Verfahren, welches in unterschiedlichen Ausf\u00fchrungen in \u00dcberwachungs- und Messsystemen ebenfalls zur Prozessanalytik eingesetzt wird, ist die Spektrometrie. Entsprechende Sensoreinheiten entwickelt und adaptiert an spezielle Anforderungen Herr Heimann von der Firma tec5 in Oberursel. Herr Heimann hat nach seinem Studium der Physikalischen Technik zun\u00e4chst erste berufliche Erfahrungen am TransMIT-Zentrum f\u00fcr Fasertechnik und Industrielle Laseranwendungen gesammelt, welches ebenfalls im Bereich der THM in Friedberg angesiedelt ist. Die TransMIT GmbH ist eine Technologietransfergesellschaft der mittelhessischen Hochschulen mit regionalen Banken als weiteren Gesellschaftern.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus dem Bereich der Mikrofertigung mit Laserstrahlen berichtete Herr Ulrich R\u00e4del von<br>TO-PAG in Darmstadt. Herr R\u00e4del hat seine Diplomarbeit zur Physikalischen Technik bei diesem Unternehmen durchgef\u00fchrt und erhielt, wie meistens in diesem Bereich, direkt ein Vertragsangebot f\u00fcr eine T\u00e4tigkeit als Entwicklungsingenieur. Die zunehmende Miniaturisierung von Bauteilen (Photovoltaik, Mikroelektronik, Feinwerktechnik,\u2026) erfordert Laser, die Leistungspulse mit einer zeitlichen L\u00e4nge im Bereich Femtosekunden oder Pikosekunden (ein Millionstel einer Millionstel Sekunde) aussenden. Die in diesen sehr kurzen Zeiten emittierte sehr intensive Strahlung erlaubt mit speziell zu entwickelnden Strahlformungsoptiken z. B. ein hochgenaues Strukturieren von Werkstoffen (Leiterbahnen) oder auch das simultane Bearbeiten (Bohren) von vielen L\u00f6chern (Solarzellen).<\/p>\n\n\n\n<p>Im weiteren Abschnitt der Tagung wechselte das Vortragsprogramm zu den eher makroskopischen Themenfelder des Schwei\u00dfens und der Gie\u00dfereitechnik:<br>Dort berichtete Frau Simone Mensch von Air Liquide in Frankfurt \u00fcber die Anforderungen an Ausbildung, Qualit\u00e4t und Anforderungen zum Schwei\u00dfen im Anlagen- und Rohrleitungsbau. Nur auf Grund eines sehr hohen Qualit\u00e4tsstandards in diesem Bereich k\u00f6nnen Chemieanlagen, Gas- und \u00d6lleitungen, Apparate in der Lebensmittel- und Halbleiterindustrie, etc. mit hoher Sicherheit betrieben werden. Frau Mensch ist nach dem Studium der Physikalischen Technik in diesen Bereich gewechselt und ist nach einer Weiterbildung zum European Welding Engineer schlie\u00dflich im internationalen Rahmen f\u00fcr entsprechende Fragen der Technologiesicherheit verantwortlich.<\/p>\n\n\n\n<p>Im weiteren Tagungsprogramm, welches vom VDG (Verein Deutscher Gie\u00dfereifachleute e. V.) gestaltet wurde, wurden von Frau Dr. Claudia Dommaschk (TU Bergakademie Freiberg) die Wirkungen von Silizium in Eisengusswerkstoffen und die daraus resultierenden technischen M\u00f6glichkeiten vorgestellt. Des weiteren erl\u00e4uterte Dr. Rainer Balbach (Magility GmbH Kirchheim) die Perspektiven von Industrie 4.0 in den gie\u00dfereitechnischen Unternehmen. Schlie\u00dflich fand die Tagung ihren Abschluss in einem Vortrag von Herr Andy Kromoczinski (Improbond GmbH) zur Auswahl angepasster Zusatzwerkstoffe f\u00fcr das Auftragsschwei\u00dfen mit Hochleistungslasern. Hier wurde gezeigt, dass durch passende Werkstoffauswahl und angepasste Schwei\u00dfparamter Werkzeuge mit hoher Qualit\u00e4t repariert oder modifiziert werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Prof. Dr. Klaus Behler, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des F\u00f6rdervereins Gie\u00dferei- und Werkstofftechnik Friedberg e. V., fasste die Tagung in Verbindung mit einem Dank an die Referenten zusammen und stellte fest, dass Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs Physikalische Technik an der THM in Friedberg nicht nur hervorragende beruflichen Entwicklungsm\u00f6glichkeiten haben, sondern diese auch konsequent nutzen und bereits nach vglw. kurzen beruflichen Erfahrungszeiten leitende Positionen in international renommierten Unternehmen einnehmen. Dies best\u00e4tigt das zielf\u00fchrende und technologieorientierte Konzept des Studiengangs und verdeutlicht die inhaltlich-methodischen Alleinstellungsmerkmale.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/foerderkreis-gw.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/161117_IMG_1832-1024x683.jpg\" alt=\"Tagungsteilnehmer im Pausengespr\u00e4ch (Foto: K. 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