Nachruf Prof. Dr.-Ing. Reinhard Döpp

NACHRUF

Prof. Dr.-Ing. Reinhard Döpp

Langjähriger Unterstützer des Förderkreises Gießerei- und Werkstofftechnik e. V. und der Barbaratagung Friedberg

Reinhard Döpp war über viele Jahre hinweg ein regelmäßiger und überaus
willkommener Gast der jährlichen Barbaratagung in Friedberg. Hier brachte
er bis zuletzt seine umfassend fachliche Expertise und seine Leidenschaft für gießerei- und werkstofftechnische Fragen ebenso in die Diskussion von Fachvorträge ein, wie sein besonderes Interesse an einer fundierten Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses.

Reinhard Döpp hat an der RWTH Aachen Gießereikunde studiert und war dort seit 1959 als wissenschaftlicher Mitarbeiter beschäftigt. Seine wissenschaftlichen Arbeiten wurden vielfach ausgezeichnet, u. a. auch vom Verein Deutscher Gießereifachleute (VDG).
1964 wechselte Reinhard Döpp als Gießereileiter und Mitinhaber eines Unternehmens in die Industrie, wo er wissenschaftliche Erkenntnisse mit unternehmerischer Praxis verband.
Als angesehener Experte der Gießereitechnik war er dann von 1983 bis zu seiner Emeritierung 2002 als Professor für metallurgische Grundlagen der Gießereitechnik an der TU Clausthal tätig.

Für sein langjähriges, ehrenamtliches Engagement u. a. im VDG und bei Initiierung sowie Aufbau eines Industriemuseums in seiner Heimatstadt Ennepetal, erhielt Reinhard Döpp 2013 das Bundesverdienstkreuz und wurde 2019 mit der Georg Agricola-Denkmünze, die höchste Auszeichnung der Gesellschaft der Metallurgen und Bergleute, geehrt.

Mit Prof. Dr. Reinhard Döpp verliert der Förderkreis Gießerei- und Werkstofftechnik e. V. und die jährliche Barbaratagung in Friedberg einen lieben und geschätzten Unterstützer, Kollegen und Vereinsmitglied.

Unser Mitgefühl gilt seiner Familie und allen, die ihm verbunden waren.

Klaus Behler (Vorsitzender), Natalie Kunkel (Schatzmeisterin), Daniel Thölken (Schriftführer)